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Drift Masters GP Round 7 & 8 – Poznan Inea Stadion

 

Tausende Zuschauer bevölkerten die vierte Runde der Drift Masters GP in Poznan und sorgten wieder für ein ausverkauftes Haus. Die vollen Tribünen und das spezielle Flutlichtfeeling bescherten Gänsehautatmosphäre pur. Driftsport ist in Polen einfach Kult. Und mittendrin die zwei Schleizer „Smoking Bastards“ Christian Kögler und Max Heidrich, die sich furchtlos der versammelten Konkurrenz stellten. Der vorgegebene Kurs erwies sich diesmal als besonders anspruchsvoll, der mit vielen Betonwänden geschmückt war. Das hinderte aber die beiden Schleizer nicht daran, bereits in den ersten Trainingssessionen mit einer vielversprechenden Linienwahl zu glänzen. Einzig die Technik bremste Max Heidrich ordentlich ein – gleich zwei Mal verweigerte eine Antriebswelle ihren Dienst.

Sein Teamkollege Christian Kögler wird in diesem Jahr wirklich nicht gerade vom Glück verfolgt. Bei seiner ersten gewerteten Ausfahrt im Qualifying touchierte er mit leichter Vehemenz eine der unzähligen Betonwände, womit jegliche Ambitionen frühzeitig beendet waren. Zumindest war der Schaden am Fahrzeug reparabel, sodass Christian bereits am nächsten Tag nochmals an den Start gehen konnte. Doch viel besser lief es da auch nicht. Aufgrund eines Problems mit der Lenkung fand er sich erneut in der massiven Seitenbegrenzung wieder, was erneut ein unplanmäßiges Ende des Wettbewerbes bedeutete. Ganz anders gestaltete sich das Wochenende von Max Heidrich. Der durfte sich am ersten Wettbewerbstag mit Platz vier über sein bislang bestes Ergebnis in Polen freuen. Kurz vor den Battles begann es erstmals zu regnen. Nach Trainingsrang fünf hatte Max das Glück, dass der nasse Kurs von seinen Konkurrenten wieder trocken gefahren wurde. Sein erster Gegner tat ihn außerdem den Gefallen und leistete sich einen Fehler, sodass Max recht problemlos in die nächste Runde einziehen konnte. Dort wartete Altmeister Pawel Trela (Polen) auf den Schleizer. Hier konnte Max seine gewachsene Klasse unter Beweis stellen und lieferte den favorisierten Lokalmatadoren einen beherzten Zweikampf ab, der mit dem Einzug unter die letzten vier belohnt wurde. Ein Motoraussetzer beendete den Vorwärtsdrang von Max Heidrich im Halbfinale und im Duell um Platz drei leistete sich der Schleizer einen kleinen, aber entscheidenden Fahrfehler. Dennoch war die Freude und die Anerkennung der polnischen Zuschauer über Platz vier nicht nur bei Max Heidrich riesengroß. Beim sonntäglichen Lauf musste sich der Driftkünstler mit Rang neun zufriedengeben. Wieder setzte kurz vor den Battles starker Regen ein, der ein komplett anderes Fahrverhalten der Piste nach sich zog. Das wurde diesmal Max zum Verhängnis, der zu schnell in eine Kurve driftete und seinen Lauf abbrechen musste. In der Gesamtwertung rangiert Max Heidrich weiterhin auf den neunten Platz. Bevor Mitte Oktober die Finalläufe in Polen steigen, sind die Schleizer Driftkünstler am 26. und 27. September auf ihrer Hausstrecke, dem Schleizer Dreieck, in voller Aktion zu erleben. [Text: Jan Müller/OTZ]